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Ein Verfahren, das Bereiche des Bewusstseins, die wir gemeinsam haben, synergetisch nutzt.
Normalerweise kommen wir nicht einmal annähernd in diesen berauschenden Flow eines gemeinsamen kreativen Prozesses, weil das Konkurrenzdenken unsere Persönlichkeit strukturell beherrscht. Dass unser Denken zu einem weit überlegenen Potenzial fähig ist, ist nicht neu. Jeder Gedanke ist schöpferisch, und jeder Schöpfung ging ein Gedanke voraus. Auch die Richtung der Evolution des Lebens wird durch Gedanken bestimmt. Bislang waren es Gedanken der Konkurrenz. Das hat der menschlichen Spezies nicht nur das Überleben gesichert, sondern zu einer solchen Dominanz geführt, dass gerade das überlebenssichernde Konkurrenzdenken zur Bedrohung des gesamten Planeten und damit auch für uns selbst geworden ist.

Das Denken an sich ist gut, wir nutzen es nur zu unflexibel: Es kann für die ganze Schöpfung ein Gewinn sein oder weiter als Waffe eingesetzt werden.
Das Problem ist also nicht die Fähigkeit zu denken, sondern für welche Gedanken wir uns entscheiden.
Eine Weiterentwicklung erfordert gewöhnlich Selbstüberwindung, die bekanntermaßen dann spontan auftritt, wenn unser individuelles Überleben in Gefahr gerät. Die Tatsache, dass wir mit unseren bisherigen Konzepten diese Gefahr nicht nur individuell, sondern kollektiv herbeigeführt haben, hat wohl den Boden für die tiefste strukturelle Neuausrichtung des Denkens seit Beginn der Evolution bereitet.
Im Thoughtstorm erleben wir ein Beispiel dafür, wie sich das kollektive Bewusstsein aktuell verändert.

Aber das Geheimnis ist damit noch nicht erschöpft.
Synergie oder Zusammenwirken hat in der Physik bekanntlich stärkere Auswirkungen als die bloße Summe der Komponenten. Beispiele sind Stricke, die stärker sind als die Summe ihrer Fasern oder Stromgeneratoren in Reihe.
Wenn im Thoughtstorm der Zustand erreicht ist, in dem jeder Teilnehmer alle Möglichkeiten ganz unpersönlich in Betracht zu ziehen bereit ist, entsteht ein solcher Verbund. Aus einem individuellen Geist wird ein kollektiver Geist, es findet eine Vernetzung statt.

Wann entsteht diese kritische Masse, die die Energie für eine höhere Umlaufbahn unserer Kommunikation liefert? Ist es ein zufälliger Prozess oder ist er reproduzierbar? Die Antwort finden wir in den eingangs erwähnten gemeinsamen Bewusstseinsanteilen.
Das sind archetypische Bezugspunkte, die die Grundlagen für unseren Geist und unser Erleben der Realität bilden, also tief in unserer Natur als geistige Wesen verborgen sind. Im Thoughtstorm werden sie Kernkonzepte genannt.
Wir mögen noch so vielfältig und einzigartig sein, je näher wir den Wurzeln unserer Natur kommen, desto ähnlicher werden wir einander. Und je mehr wir uns mit der Peripherie identifizieren, desto verwirrender und widersprüchlicher nehmen wir die Umwelt wahr. Was immer wir untersuchen, wir erklären es durch die Brille unterschiedlicher Wahrnehmung.

Aber aus was genau bilden wir diese Peripherie? Es sind Meinungen, Konzepte und Erinnerungen aus Konditionierung und Erfahrung. Wir bewerten die eigene Überzeugung als logisch, richtig oder gut. Nachdem wir sie sicher genug als richtig bewertet haben, bekräftigen wir sie noch weiter, indem wir uns mit ihr identifizieren. Jetzt hört sie auf, nur eine Meinung zu sein, sie wird ein Teil von uns, durch die hindurch wir jede andere Meinung als Konkurrenz empfinden und bekämpfen, als seien wir selbst bedroht. Dass wir uns für die beschriebenen Schritte selbst entschieden haben, wird vergessen. Das ist eine Konsequenz, die verhindert, dass wir uns als Urheber unserer Identifikation erkennen können.
Das ist der Zustand der totalen Trennung.

Um aber auf das Potenzial der Kernkonzepte zugreifen zu können, wagen wir uns in eine ego-freie Zone. Wir sehen unsere mentalen Schichten wertschätzend, aber verteidigen sie nicht. So gelangen wir in einen Zustand der Verletzlichkeit, in dem wir die Dinge betrachten können wie sie sind. Keine Empörung, Verurteilung, Verteidigung von Lieblingsideen, keine emotionale Reaktion stört unseren klaren Blick auf die Idee, die wir gemeinsam erntwickeln.
Jetzt ist die Voraussetzung zur Bündelung der Aufmerksamkeit der Gruppe auf das Thema erfüllt. Jede Schicht der Peripherie wird abgeschält, bis das Kernzonzept des Themas freigelegt ist.

Am Ende entsteht ein Zustand der Begeisterung, in dem es leicht passieren kann, dass niemand in der Gruppe bemerkt, dass die Zeit für die Sitzung abgelaufen ist...

Andreas Hausberg
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Ikarus 2002, Öl auf Leinwand, 120x120 cm
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